Mantrailer

Harburg - Nach einem Überfall auf eine Frau im Phoenix-Viertel hat die Polizei die Spur eines Vergewaltigers quer durch Harburg verfolgt.

Die Beamten setzten dafür einen sogenannten Mantrailer ein, einen Spürhund, der dank seiner feinen Nase über lange Strecken den Weg von Personen nachvollziehen kann.

Bereits am frühen Dienstagmorgen gegen 6.30 Uhr war eine 27-Jährige auf dem Nachhauseweg in der Eddelbüttelstraße überfallen worden. Der Täter nahm an der Frau sexuelle Handlungen vor und versuchte sie auszuziehen. Dann ließ er aber von ihr ab und flüchtete durch die Baererstraße in Richtung Bornemannstraße.

Die Frau zeigte die Tat erst am Mittwoch an. So war keine Sofortfahndung möglich. Jetzt wurde versucht den Weg des Täters nachzuverfolgen. Der Fährtenhund führte die Beamten zunächst quer durch das Phoenix-Viertel und an der Bücherhalle vorbei zum Harburger Ring. Von dort aus ging es einmal unter den Augen zahlreicher Passanten quer durch die Fußgängerzone. Offenbar hatte der Hund die Spur "zurück verfolgt", also die Strecke, die der Mann vermutlich zum Tatort gegangen war.

Dabei ging es nicht nur darum den möglichen Weg des Täters zu verfolgen. Auch wurden von den zahlreichen Polizisten, die den Hundeführer mit seinem Hund begleiteten, darunter Kripobeamte der Fachdienststelle für Sexualdelikte im Landeskriminalamt, alle Überwachungskameras entlang der Strecke notiert. Sie werden ausgewertet. Möglicherweise zeigen Bilder den Mann. Sie könnten für eine Fahndung benutzt werden.

Bislang gibt es von dem Täter nur eine Beschreibung. Laut Opfer handelt es sich um einen etwa 1,80 Meter großen "Südländer", der mit Akzent gesprochen hat. Zum Tatzeitpunkt trug er dunkle Bekleidung und weiße Turnschuhe.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter Telefon 4286-56789 entgegen. zv

Auf dem Harburger Ring wurde für den Polizeeinsatz der Verkehr angehalten. Foto: André Zand-Vakili