Razzia

Heimfeld - Im Rahmen der Aktion gegen ein Netzwerk, das Terrorismus finanziert und selbst an terroristische Vereinigung eingestuft wird,

haben Beamte des LKA Schleswig-Holstein auch eine Wohnung an der Buxtehuder Straße durchsucht. Dort, über einer Spielhalle, wohnt ein 41 Jahre alter Syrer, der zu dem Netzwerk gehören soll. Der aus Albab stammende Mann wird dem engeren Umfeld der beiden Drahtzieher zugerechnet, die am Mittwoch im Rahmen der aktion verhaftet wurden.

Die Beamten hatte es bei der Durchsuchung vor allem auf Unterlagen und Handys des Mannes abgesehen. Zudem wurde er befragt.

Die Gruppe hat nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden im großen Stil Gelder über das sogenannte Hawala-System nach Syrien transferiert. Dabei kommen Mittelsmänner zu Einsatz. Das Geld kann völlig anonym und für Behörden nicht nachvollziehbar innerhalb kürzester Zeit verschoben werden. Außerdem wurden offenbar Geldboten eingesetzt, die größere Summen im Rahmen des Geldtransfers schmuggelten.

Der Einsatz mit Terrorbezug fand ausgerechnet 18 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September statt. Der verheerensten Terroranschlag der Weltgeschichte war maßgeblich in Harburg von der Terrorzelle um Mohammed Atta vorbereitet und durchgeführt worden. zv