Harburg - Nach dem Schließfach-Coup in der Buchholzer Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude sollen die Betroffenen entschädigt werden - auch wenn

sie den Inhalt der aufgebrochenen Schließfächer nicht speziell versichert haben. "Wir sind bereit kulant den entstandenen Schaden zu ersetzen. Voraussetzung ist, dass er auch belegt ist", so Carsten Schmuckall von der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Zu diesem Zweck hat die Sparkasse ein Team aus verschiedenen Fachabteilungen gebildet, das sich mit der Bearbeitung der Schadenfälle befasst. „Gemeinsam mit den betroffenen Kunden erfolgte zunächst eine Bestandsaufnahme, in der aktuellen Phase werden zur exakten Wertermittlung Belege gesammelt und auf Vollständigkeit sowie Plausibilität geprüft“, so der Vorstandsvorsitzende Andreas Sommer. Bereits in den kommenden Tagen sollen die ersten Entschädigungen gezahlt werden. Nahezu alle betroffenen Kunden zeigten sich kooperativ.

Anfang Juli hatten mehrere Täter das elektronische Sicherheitssystem für die Schließfächer überlistet und über ein Wochenende 82 Fächer aufgebrochen und eine Millionen-Beute gemacht. Laut Sommer, hatten es die Täter gezielt auf Wertgegenstände abgesehen, Dokumente seien nahezu komplett zurückgelassen worden.

Die Kripo versucht zu ermitteln, wer hinter der Tat steckt. Dazu wurden auch Fotos aus Überwachungskameras veröffentlich, die die Täter zeigen. Bislang verlaufen die Ermittlungen erfolglos.