Unterführung

Wilhelmsburg - Die Polizei fahndet nach einem etwa 30 Jahre alten Mann, der am Sonntagmorgen auf dem Rad- und Wanderweg westlich neben der

Wilhelmsburger Reichsstraße über eine Joggerin (24) hergefallen war und sie vergewaltigte. Die Polizei schließt nicht aus, dass es ein Serientäter ist, der schon im April im Bereich Inselpark über eine Frau herfiel.

Nicht in der Dunkelheit, sondern am Sonntagmorgen gegen 9:35 Uhr passierte die Tat auf dem Wanderweg. Die Joggerin hatte den Mann gerade überholt, als er sie packte und durch eine Unterführung auf die östliche Seite der Reichsstraße zerrte. Dort verläuft ebenfalls ein Wanderweg, der etwas weniger einsehbar ist. Dort verging sich der Mann an der Frau. Er ließ auch nicht von ihr ab, als sie laut um Hilfe schrie. Erst als es der Frau gelang dem Mann in einen Finger zu beißen, flüchtete er.

Einer von zwei Zeugen verfolgte den Täter noch ein Stück, verlor ihn dann aber aus den Augen. Andere Passanten kümmerten sich um die Frau und brachten sie zügig zur Polizeiwache Wilhelmsburg. Von dort wurde eine Sofortfahndung eingeleitet, die aber ergebnislos verlief.

Allerdings hat die Polizei möglicherweise bereits eine entscheidende Spur. Die Frau hatte dem Täter so stark in den Finger gebissen, dass ihm ein kleines Stück Fleisch herausgerissen wurde. Das wurde sichergestellt. Die Polizei wird darüber den genetischen Fingerabdruck des Mannes extrahieren.

Daneben liegt eine Beschreibung vor. Laut Opfer handelt es sich bei dem Täter um einen 30 bis 35 Jahre alten Südländer oder Südosteuropäer. Er wird als etwa 1,7 Meter groß und schlank beschrieben. Er hat dunkle, kurze, gelockte Haare und eine markante Nase. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Hose und einen grauen Pullover. Laut Opfer war der Mann zur Tatzeit erheblich alkoholisiert.

Die Polizei prüft intensiv einen Zusammenhang zu einem Fall, der sich am 23. April ereignete. Damals war ein Mann, auf den eine vergleichbare Beschreibung zutrifft, gegen 20:45 im Inselpark über eine 78 Jahre alte Frau hergefallen.

Hinweise zu beiden Taten nimmt das Landeskriminalamt unter Telefon 4286-56789 entgegen. zv