Feuer zerstört Wohnhaus in Hamburg-Harburg

Harburg - Nach einem Feuer in einem Messie-Haus in der Straße Flutende ist bei den Nachlöscharbeiten eine verkohlte Leiche entdeckt worden.

Vermutlich handelt es sich um die Bewohnerin. Das Landeskriminalamt ermittelt. Die Brandursache ist unklar.

Gegen Mitternacht waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmiert worden. Anwohner hatten zuvor Feuerschein bemerkt. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses bereits lichterloh. "Wir haben die Einsatzart auf Feuer2 Menschenleben in Gefahr erhöht, weil die Bewohnerin vermisst wurde", so Feuerwehrsprecher Torsten Wessely. Drei Trupps versuchten die Frau zu finden. Sie mussten den Versuch abbrechen. Das zugemüllte Haus brannte bereits zu stark. Es drohte zudem einzustürzen.

Von außen konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Unter anderem wurde von einem Teleskopmastfahrzeug aus gelöscht. Später entdeckten Einsatzkräfte in dem Haus die Leiche. Insgesamt waren an der Brandbekämpfung etwa 40 Feuerwehrleute beteiligt, darunter Einsatzkräfte der FF Rönneburg, FF Sinstorf, FF Neuland und die Versorgung der FF Eißendorf.

Während der Löscharbeiten kam es gleich zu Beginn zu einer Ingewahrsamname. Ein Mann, nur in Unterwäsche, Schuhen und Socken, hatte massiv die Einsatzkräfte gestört. Der 36 Jahre alte Portugiese, der nicht in der Gegend wohnt, mussten von mehreren Polizisten überwältigt werden.

Das Haus wurde als Tatort beschlagnahmt. Spezialisten der Brandermittlung versuchen nun zu klären, warum es zu dem Feuer kam. zv

Polizisten überwältigen den Mann, der die Löscharbeiten massiv störte. Foto: Andre Lenthe Fotografie