Wilhelmsburg - Aufatmen in  Wilhelmsburg: Der Kampfmittelräumdienst hat die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg um

kurz nach 16 Uhr erfolgreich entschärft. Alle Straßen-Sperrungen sind wieder aufgehoben.

Die 250-Kilogramm-Bombe mit Heckaufschlagzünder war auf einer Baustelle gefunden worden. Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstagmorgen gezielten Sucharbeiten auf einer Baustelle bei "Punica"auf Reiherstieg Hauptdeich entdeckt worden. Die 500 Pfund schwere britische Fliegerbombe liegt in mehreren Metern Tiefe unter dem Grundwasserspiegel. Deshalb können nur Taucher an den Blindgänger ran. Ein Gewitter am Vormittag verzögerte die Arbeiten.

Schon 2010 war auf dem Gelände des Getränkeherstellers ein Bombenblindgänger entdeckt worden. Damals war es eine vergleichbare Situation. Auch vor neun Jahren lag die Fliegerbombe unter dem Grundwasserspiegel. Damals hatte der Sprengmeister entschieden den Blindgänger direkt am Fundort zu sprengen. Dafür war ein Wall aus Containern als Splitterschutz aufgebaut worden.

Diesmal soll der mit einem Heckaufschlagzünder bestückte Blindgänger gehoben und entschärft werden. Die Bombe liegt Nahe der Kreuzung Reiherstieghauptdeich / Neuhöfer Straße. Dort gibt es kaum Wohnbebauung in der näheren Umgebung. Auf größere Evakuierungsmaßnahmen, von denen Anwohner betroffen sind, wird verzichtet werden können. "Es sind in dem Bereich, in dem evakuiert werden muss, 80 Anwohner gemeldet", sagt Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger"Im Warnradius, in dem man während der Entschärfung in Gebäuden bleiben muss, leben rund 3000 Mennschen." Betroffen sind auch mehrere Unternehmen, darunter ein großer Logistiker. S- und Fernbahn oder wichtige Hauptverkehrsstraßen sind nicht betroffen. Verläuft alles planmäßig, wird gegen 15 Uhr mit der Entschräfung begonnen. zv

2010 wurde ein Schutzwall aus Container für die Sprengung aufgebaut. Foto: André Zand-Vakili