Harburg - In einem Keller an der Bremer Straße haben Drogenfahnder Rauschgift im "Großhandelswert" von über 150.000 Euro

sichergestellt. Als Dealer wurde Necatin Y. festgenommen. Der Mann, in dessen Keller 7,5 Kilo Kokain und ein Kilo Heroin sichergestellt wurde, ist, obwohl er bereits zum vierten Mal im Zusammenhang mit Drogendelikten verurteilt wurde, Freigänger aus der Justizvollzugsanstalt Glasmoor. Nach Erkenntnissen der Polizei hatten er und sein Komplize Harun K. (35) aus Heimfeld Dealer mit Rauschgift beliefert. Der 35-Jährige wurde am Harburger Ring festgenommen, als er einem Kunden aus Lübeck Kokain und Heroin übergeben hatte. Erst eine gute Woche zuvor war der 35-Jährige bei Reinfeld auf der A1 Richtung Lübeck mit Drogen gestoppt, dann aber von der dort zuständigen Staatsanwaltschaft wieder laufen gelassen worden. Auch er war in der Vergangenheit mehrfach wegen Drogendelikten verurteilt und bereits mehrfach abgeschoben worden, bevor er nach einer erneuten illegalen Einreise eine Dudlung erhielt. Zuletzt war der Mann im Dezember vergangenen Jahres aus der Haft entlassen worden. Auch er hatte im offenen Vollzug gesessen.

Beide Männer sind offenbar "Profis" im Drogengeschäft. Die Polizei kennt beide im Zusammenhang mit Rauschgiftdelikten seit 2003 und 2006. Das Kokain, dass jetzt an der Bremer Straße sichergestellt wurde, war in Paketen zu je einem Kilo abgepackt. Das sind Chargen, die aus Südamerika geliefert werden. sie werden für mehr als 20.000 Eur gehandelt. Das Kokain ist dann hochgradig rein. Damit dürften die beiden Männer in der mittleren Dealerebene einzuordnen sein. Für den Straßenverkauf wäre das Kokain aus dem Keller an der Bremer Straße noch um ein mehrfaches mit Zusatzstoffen wie Milchpulver gestreckt worden. Der Straßenverkaufswert dürfte noch einmal deutlich höher sein und den Millionen-Betrag knacken. zv