Wilstorf - Der am Dienstagmorgen in Bahrenfeld wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat festgenommene

28 Jahre alte Volkan L., war nach Erkenntnissen von Sicherheitsbehörden regelmäßig in der Taqwa-Moschee an der Anzengruberstraße in Wilstorf. Sie gilt als der Anlaufpunkt der radikalen salafistisch-jihadistischen Szene.

Volkan L. hatte nach Erkenntnissen von Ermittlern über verschiedene der Szene zugerechneten Moscheen in und außerhalb Hamburgs Kontakt in die Szene gehalten. Das Ziel des 28-Jährigen, der laut Bundesanwaltschaft sekbst eine mehrmonatige Ausbildung in einem IS-Camp absolvierte, soll es gewesen sein, Kämpfer für den IS zu werben und ihre Reise nach Syrien zu vermitteln.

Die Taqwa-Moschee etablierte sich nach der Schließung der al-Quds-Moschee in St. Georg 2010 und gilt seit Jahren als zentraler Anlaufpunkt für militante Moslems. In der Moschee an der Anzengruberstraße traten in der Vergangenheit salafistische Prediger wie Ibrahim Abou Nagie auf, der Initiator der „Lies!“-Kampagne war. Im vergangenen Jahr hatte sich Salafistenprediger Ahmad Abul Baraa aus Berlin dort angesagt. zv