Heimfeld - Es war ein schwerer Unfall mit einem Tanklastzug, der sich am späten Mittwochabend auf dem Fürstenmoordamm ereignete.

Ein mit 35.000 Litern Kraftstoff beladener Tanklastzug war in zwei parkende Lastwagen gerast. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die beiden parkenden Lkw um 28 Meter verschoben. Beim Tanklaster rissen zwei der vier Tankkammern, in denen Benzin und Diesel transportiert wurden, auf. 12.500 Liter Benzin und 7.500 Liter Diesel flossen aus. Der Fahrer des Tanklasters und zwei weitere Trucker wurden leicht verletzt.

Am Morgen danach stinkt es auf dem Fürstenmoordamm immer noch stark nach Kraftstoff. Erst jetzt ist klar, wie viel Glück alle Beteiligten hatten.

Die beiden parkenden Lastwagen waren unbeladen. Damit waren sie nicht so schwer und wurden weggeschoben. Ansonsten wären die Zerstörungen deutlich größer gewesen.

Es brach kein Feuer aus. Zwar lief leicht entzündliches Benzin in großen Mengen aus. Es entzündete sich nicht. Die eintreffende Feuerwehr deckte es mit einem Schaumteppich ab.

Es floss kein Kraftstoff in die angrenzenden Wassergräben. Zwar führen die Leitungen der Siele von der Straße direkt dort hinein. Die Leitungen waren aber verstopft.

Weil es nicht zu einem Brand kam, konnte die direkt über der Unfallstelle verlaufende Hochspannungsleitung, die sofort abgeschaltet worden war, am Morgen wieder angeschaltet werden. Bei einem Brand wäre sie schwer beschädigt worden.

An einem Auto, dass direkt nach dem Unfall durch die Unfallstelle gefahren war, entzündete sich Benzin, dass von unten gegen Motor und Auspuffanlage gespitzt war. Das passierte aber erst einige hundert Meter hinter der Unfallstelle. Der Fahrer konnte sich unverletzt retten.

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten gestalteten sich schwierig. Wegen der Hochspannunsleitung konnte ein Telekran nicht wie gewünscht eingesetzt werden. Die Reinigung der Fahrbahn dauerte am Vormittag an. zv