Harburg - Schon wieder. Nach einem Arbeitsunfall war am Dienstagmorgen die S-Bahnstrecke zwischen Harburg und Hammerbrook eineinhalb

Stunden gesperrt. Auch der Metronom konnte nicht fahren. Tausende Pendler saßen fest. Ab 8:30 Uhr lief der S-Bahnverkehr wieder. Aber es kam auch danach zu erheblichen Verzögerungen.

In Höhe der Thielenbrücke, kurz hinter dem S-Bahnhof Wilhelmsburg hatte sich der Arbeitsunfall ereignet. Dort werden Schallschutzwände gebaut. Pfeiler sollen den Halt geben. Einer dieser Pfeiler war umgestürzt und hatte einen Arbeiter unter sich begraben. Der wurde von der Feuerwehr gerettet und mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus Harburg gebracht.

Der Zugverkehr war damit unterbrochen. Betroffen war auch die Fernbahnstrecke. "Es wurde immer nur von einem Feuerwehreinsatz gesprochen", sagt ein Pendler, der im S-Bahnhof Harburg fest saß. "Viele haben dann auf einen Busersatzverkehr gehofft. Es kam aber keiner. Viele Leute sind dann aus dem S-Bahnhof raus und versuchten anders weiter zu kommen. Das funktionierte aber auch nicht."

"Wir haben versucht einen Busersatzverkehr einzurichten", sagt ein Sprecher der S-Bahn. Die Möglichkeiten am Morgen stießen angesichts der Menschenmassen aber an die Grenzen. "Um die Fahrgäste einer S-Bahn zu transportieren, braucht man allein etwa sieben Busse", so der Sprecher. Das ist eine Größenordnung, die angesichts der engen Taktung der Zugfahrten nicht zu schaffen ist.

Für die Züge des Metronom, die aus Süden kamen, war ebenfalls in Harburg Schluss. Sie wendeten dort und fuhren ihre Strecke zurück. Die Pendler aus diesen Zügen strömten ebenfalls in Richtung S-Bahn und Busse. zv