St.Pauli - Ihre gute Nase hat Polizisten zu einem Keller an der Rendsburger Straße geführt, in der ein Wilhelmsburger (44) einen

schwunghaften Marihuana-Handel mit eigener Aufzuchtanlage aufgezogen hatte. Beamte einer Präsenzstreife war der Geruch der Droge in die Nase gestiegen. Die konnten den Keller in einem Mehrfamilienhaus  als Ursache lokaisieren. Außerdem stellten sie fest, dass in dem Haus ein reger Konsumentenverkehr stattfand.

Im Keller kam ihnen der Betreiber der Anlage entgegen. Er hatte die aus drei Zimmern bestehende Kellerwohnung offenbar für den Drogenhandel angemietet. Alle Räume wurden für die professionelle Aufzucht von Marihuana oder für die Verarbeitung sowie den Verkauf der Drogen genutzt. "Wir haben 39 Pflanzen sowie die typischen Dealerztensilien wie Feinwaage oder Verpackungsmaterial sicheregstellt", so ein Beamter. Auch mehrere Schlag- und Hiebwaffen, Schwerter und Äxte, fand die Polizei. Sie lagen griffbereit - offenbar um bei einem Streit mit Kunden oder Konkurrenten eingesetzt zu werden.

In der richtigen Wohnung des 44-Jährigen an der Rudolfstraße in Wilhelmsburg wurden weitere Drogen und eine ungenutzte Ausstattung für eine Hanfplantage entdeckt werden. Ein 34-Jähriger, der dort Untermieter war, wurde ebenfalls angetroffen und zunächst festgenommen. Er konnte später wieder gehen. Der 44-Jährige kam vor den Haftrichter. zv