Harburg - Im Prozess um den Tod des vier Jahren alten Jonathan durch einen Stromschlag im Adese-Markt in der Seevepassage sind die Betreiber zu

einer Bewährungsstrafe zu zehn Monaten wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung verurteilt worden. Außerdem muss das Geschwisterpaar zusammen rund 40.000 Euro Strafe in monatlichen Raten über drei Jahre zahlen. Laut Prozessbeobachtern im Amtsgericht Harburg nahmen die Betreiber das Urteil regungslos hin. Die Richterin hatte zuvor in ihrer Urteilsbegründung auf den desolaten Zustand der Elektronistallation in dem Geschäft hingewiesen.

Der kleine Junge war gestorben, nachdem er einen Stromschlag im Bereich der Kasse erlitten hatte. Ursache war ein unfachmännisch installierter Transformator für eine LED-Beleuchtung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dem Geschwisterpaar drohen außerdem Schadensersatzforderung im Rahmen eines Zivilprozesses. zv