Heimfeld - Reinigungsarbeiten an Tanks und Leitungen der Holborn-Raffinerie haben am Mittwoch für erhebliche Geruchsbelästigung gesorgt. Dort

war die Reinigung der Anlage angesetzt worden. Das passiert alle fünf Jahre und ist vorgeschrieben. Die Arbeiten waren bei der Behörde angemeldet und genehmigt worden. Bei der Reinigung werden auch Reste in Rohrleitungen über einen 110 Meter hohen Turm abgefackelt. Offenbar sind nicht alle Geruchsstoffe verbrannt worden. In kruzer Zeit wurden sie von dem aus östlicher Richtung kommenden Wind weiter getragen. Wenig später gingen Anrufe in den Leitstellen bei Polizei und Feuerwehr n in Hamburg, Buxtehude und Pinneberg ein. Dabei wurde von den Betroffenen die Geruchsbelästigung unterschiedlichst wahrgenommen. "Die Geruchsbeschreibung reichte von toter Katze bis Gas oder Bitumen", hieß es aus einer Behörde. Einige der weit mehr als 100 Anrufer berichteten, dass ihnen schlecht sei oder ihr Kreislauf versage. Es gab Transporte ins Krankenhaus. In Hamburg waren besonders Finkenwerder und die Elbvororte betroffen. "Bei uns gingen Dutzende Anrufe ein", heißt es von der Hamburger Feuerwehr.

Feuerwehr und Polizei rückten bei der Raffinerie an. "Messungen ergaben, dass keine Schadstoffe ausgetreten sind", sagt der Sprecher der Umweltbehörde, Björn Marzahn. Deshalb werde die "Stinkewolke" auch nicht als Störfall gewertet. zv