Heimfeld - Ein Todesfall im Krankenhaus Harburg beschäftigt die Polizei. Dort ist ein psychisch gestörter Mann

am Dienstagnachmittag verstorben, nachdem er am Montag mit Gewalt ruhig gestellt werden musste. Der 57 Jahre alte Türke aus Wilhelmsburg war am Sonntag in die Psychiatrie eingeliefert worden. Am Montag sollte er einem Amtsrichter zwecks Unterbringungsbeschluss vorgeführt werden. Der Mann verschanzte sich daraufhin auf einer Toilette und drohte sich selbst zu töten. Dabei hatte mehrere angespitzte Holzstäbe bei sich. Die Polizei rückte an und überwältigte ihn. Dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Bei dem Einsatz wurde die Beamten so verletzt, dass sie zunächst dienstunfähig waren.

Danach, so der bisherige Ermittlungsstand, waren dem 57-Jährigen Beruhigungsmittel verabreicht worden. Die sollen nicht wie erwartet gewirkt haben. Der Mann wurde fixiert, um weitere Angriffe auf Beamte und Krankenhauspersonal zu verhindern. Später verlor er das Bewusstsein. Der 57-Jährige kam auf die Intensivstation. Dort verstarb er.

Die Ermittlungen werden bei der Mordkommission geführt. Dort ist man auch für Todesermittlungen zuständig. Beschuldigte gibt es bislang weder auf Seiten des Krankenhauses noch auf Seiten der Polizei. Zunächst muss durch eine Obduktion geklärt werden, woran der Mann starb. zv