Unwetter

Harburg - Mit verheerenden Windböen ist am Donnerstagabend die Tiefdruckfront über Harburg und den Landkreis hinweg gefegt.

Im Harburger Stadtpark wurde ein Spaziergänger (18) schwer und seine Begleiterin (15) leichter verletzt. Beide waren von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Die Feuerwehren mussten zahlreiche Einsätze abarbeiten. An vielen Stellen waren Bäume umgestürzt.

Um kurz nach 19 Uhr raste der Sturm über Harburg. Bäume bogen sich. Viele Äste wurde abgerissen. Das Laub wirkte wie Segel. Wenige Minuten später wurde die Feuerwehr zum Stadtpark alarmiert. Ein Pärchen war von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Zunächst hieß es, der 18-Jährige sein eingeklemmt. Als die Feuerwehr eintraf, war er bereits befreit. Er musste aber am Unglücksort länger behandelt werden. Dann wurde er zum Rettungswagen gebracht, der auf dem Parkplatz vor dem Restaurant Leuchtturm wartete. Mit Blaulicht ging es ins Krankenhaus Harburg. Die Jugendliche aus Eißendorf erlitt Verletzungen am Rücken. Sie kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Mariahilf.

Am Strucksbarg Ecke Beerentalweg stürzte ein großer Baum quer über die Straße. Der Baum wurde samt Wurzelballen umgerissen. Betonbegrenzungen einen Parkplatzes, an dem der Baum gestanden hatte, wurden mit aus dem Boden gehebelt. Mit Kettensägen mussten Angehörige der FF Eißendorf den Baum zerteilen. Die Straße war blockiert. Fahrgäste aus zwei Linienbussen, die nicht weiter kamen, konnten nur aussteigen.

Wie am Strucksbarg gab es auch zahlreiche weitere Einsatzstellen. Im Süderelberaum waren die Wehren an gleich mehreren Stellen im Einsatz. In Heimfeld gab es Einsatzstellen am Vahrenwinkelweg oder Eißendorfer Pferdeweg. An der Eißendorfer Straße riss der Sturm Teile der Dachkonstruktion (Foto l.) von einem Mehrfamilienhaus ab. Auch Wilhelmsburg wurde mehrfach die Feuerwehr gebraucht.

Das gleiche Bild im Landkreis Harburg. Dort rückten zahlreiche Feuerwehren aus. Auch hier galt es vor allem umgestürzte Bäume zu beseitigen. Viele Schäden wurden erst bemerkt, Nachdem das Unwetter längst abgezogen und der Himmel aufgeklärt war. Die Feuerwehr rechnet mit weiteren Einsätzen. Hamburgweit wurde die Feuerwehr bis zum Freitagmorgen rund 240 wetterbedingten Einsätzen alarmiert. Am Morgen wurden weitere schäden entdeckt. So wurde die FF Neugraben zu einer Einsatzstelle an die Cuxhavener Straße gerufen. zv