Busunfall

Harburg - Die Vollbremsung eines Linienbusses auf dem Harburger Ring hat am Dienstagvormittag einen Großeinsatz

der Feuerwehr ausgelöst. Gegen 10:45 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden. In der Bushaltebucht vor der Agentur für Arbeit stand ein Gelenkbus, in dem mehrere Fahrgäste gestürzt. waren und sich dabei verletzt hatten. Der unverletzt gebliebene Fahrer (48) schilderte den Hergang so: Vor einer grünen Ampel im Bereich der Seehafenbrücke habe ein Fahrschulwagen plötzlich gebremst und ihn zu einer Notbremsung gezwungen. Die Fahrgäste wurden durcheinander gewirbelt. Mindestens einer von ihnen stürzte in eine Trennscheibe, die zersplitterte. Der Busfahrer fuhr noch bis zur Bushaltebucht, bevor er das Fahrzeug stoppte.

Die Feuerwehr schickte ein Großaufgebot los, darunter sechs Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und den Rettungshubschrauber. aber auch den Leitenden Notarzt und einen Manager für den Massenanfall von Verletzten. Insgesamt waren 32 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Mehrere Fahrgäste wurde in Rettungswagen betreut. "Wir haben sieben Verletzte versorgt", so Feuerwehrsprecher Werner Nölken. Drei kamen ins Krankenhaus Harburg, zwei ins Krankenhaus Groß-Sand. Alle Fünf gelten als leichter verletzt. "Alle konnten selbst zum Rettungswagen gehen", sagt ein Feuerwehrmann. Zwei Verletzte konnten nach ihrer Versorgung im Rettungswagen ihren Weg fortsetzen.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Im Fahrschulwagen hatte offenbar niemand etwas von der Notbremsung mitbekommen. Das Fahrzeug fuhr weiter. Während der Unfallaufnahme und der Inaugenscheinnahme der Seehafenbrücke stoppte die Polizei einen Fahrschulwagen, der der Beschreibung des Busfahrers entsprach. Im Fahrzeug saß der Fahrschullehrer (54), der zunächst als Unfallverursacher geführt wird.

Im bereich der Harburger Innenstadt sorgte der Unfall für Behinderungen. Der Harburger Ring war wegen der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme zwischen Schloßmühlendamm und Finanzamtknoten voll gesperrt. zv