Harburg – Der Fund einer einen Tonne schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Freitag für Evakuierungen im Binnenhafen und Sperrungen bis in den

Harburger Innenstadtbereich sorgen. Auch die Stadtautobahn und die S-Bahnstrecke sind betroffen. Geplant ist die Bombe ab 8 Uhr zunächst zu bergen und dann an Land zu entschärfen.

In etwa 6,5 Metern Tiefe wurde der Blindgänger am Donnerstagmittag bei einer „Entrümpelungsaktion“ entdeckt. Taucher hatten Schrott vom Grund des Hafenbeckens geholt. Solche Aktionen finden immer mal wieder statt. In Höhe des Kaispeichers stießen sie auf die Bombe. Ein Taucher des Kampfmittelräumdienstes identifizierte den Blindgänger als 2000 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe, die mit zwei Aufschlagzündern bestückt ist. Solche großen Bomben sind sehr selten abgeworfen worden. Die Masse der Sprengbomben waren 500 oder 1000 Pfund schwer. Die Bergung wird schwierig sein. Weil der Blindgänger aber unter Wasser und damit sicher liegt, konnte die Entschärfung auf Freitagmorgen verschoben werden.

Das ist geplant: Gegen 8 Uhr soll die Bombe vom Grund geborgen und zum Veritaskai geschleppt werden. Bis dahin gilt ein Sperrradius von 300 Metern. Die Stadtautobahn wird frei bleiben und die S-Bahn darf zunächst weiter fahren. Am Veritaskai wird der Blindgänger auf die Fläche des ehemaligen Beachclubs gehievt. Dann wird der Sicherheitskreis, so hieß es zu nächst, bis auf bis zu 1,3 Kilometer ausgedehnt. In dem Bereich wird „luftschutzmäßiges Verhalten“ angeordnet. Menschen müssen in Gebäuden bleiben. Der Fahrzeugverkehr wird eingestellt. Zunächst hieß es, die Harburger Innenstadt ist betroffen. Später wurden Gebäude in die Berechnung einbezogen, die als "Schutz" bei einer Explosion dienen. Gegen 23. Uhr eine letzte Modifizierung. Man hat nach dem City-Bereich auch den Harburger Bahnhof aus dem Gefahrenbereich herausgenommen. Eingestellt wird der Verkehr auf der Stadtautobahn, sowie die S- und Fernbahnlinie. Wie lange die Entschärfung, die mit einem Wasserschneidegerät durchgeführt wird, dauern wird, ist unklar. zv

Die modifozierte Karte mit den beiden Sperrzonen. Foto: Polizei