Veddel/Peute – Ein nächtlicher Großbrand hat am frühen Freitagmorgen für weithin sichtbare Flammen über dem Hamburger Hafen gesorgt. Auf dem Gelände eines Kleingartenvereins auf der Peute stand ein leerstehendes Vereinsheim in Vollbrand. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte das rund 50 Quadratmeter große Gebäude bereits lichterloh. Die Flammen schlugen meterhoch in den Himmel, eine dichte Rauchsäule war nach Angaben von Augenzeugen noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu erkennen.
Die Feuerwehr musste für die Löschwasserversorgung eine mehr als 500 Meter lange Schlauchleitung bis zur Einsatzstelle verlegen. Mit mehreren Strahlrohren gelang es den rund 30 eingesetzten Kräften schließlich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf benachbarte Parzellen zu verhindern. Verletzt wurde niemand.
Der Eigentümer des Gebäudes traf während der Löscharbeiten am Brandort ein. Er berichtete, dass das Vereinsheim in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Vandalismus gewesen sei – unter anderem seien wiederholt Fensterscheiben eingeworfen worden. Vor diesem Hintergrund äußerte er den Verdacht, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte.
Die Polizei sperrte den Bereich ab und beschlagnahmte die Brandruine als möglichen Tatort. Brandermittler sollen im Laufe des Tages die genaue Ursache klären. Die Ermittlungen dauern an.

