Harburg - Ein gekentertes Sportboot hat am Donnerstagvormittag einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Umweltbehörde im Bereich des Neuländer Hauptdeichs ausgelöst. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Gegen 9.30 Uhr war die Wasserschutzpolizei auf das Gelände einer Sportbootwerft unterhalb der Europabrücke (B75) alarmiert worden. Nach ersten Meldungen drohte ein rund zwölf Meter langes Sportboot aufgrund starker Schlagseite zu sinken. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte lag das Boot jedoch bereits gekentert auf der Seite.
Zur Unterstützung rückte die Feuerwehr mit dem Lösch- und Arbeitsboot „Prag“ in die Süderelbe aus. Gemeinsam mit weiteren Kräften und der Wasserschutzpolizei wurden Ölsperren ausgelegt, um auslaufende ölhaltige Betriebsstoffe einzudämmen. Mehrere Kleinboote fuhren dafür in den Diamantgraben, wo das Sportboot festgemacht war.
Die Bergung des Bootes soll zu einem späteren Zeitpunkt durch eine Spezialfirma erfolgen. Wasserschutzpolizei und Umweltbehörde entnahmen zudem Wasserproben, um mögliche Gewässerverununreinigungen zu untersuchen.
Zur Ursache des Unglücks lagen zunächst keine Informationen vor. Die Ermittlungen dauern an.

