Harburg – Das ist gerade nochmal gut gegangen: Der Fahrer eines mit 30.000 Litern Kraftstoff beladenen Lkw bemerkte am Montagmorgen im Rückspiegel Feuerschein und Funkenflug auf der Beifahrerseite seines Tankaufliegers. Der Fahrer war auf der A7 in Richtung Süden unterwegs, als er in Höhe Heimfeld umgehend den Notruf absetzte.

Wie in solchen Fällen üblich und bei der Ausbildung von Gefahrgutfahrern gelernt, fuhr der Fahrer mit seinem Gespann weiter, um die Gefahr der Brandausbreitung auf den Tank und eine mögliche Explosion zu verringern. Er teilt der Leitstelle seinen geplanten Weg über die A261 und A1 in Richtung Bremen mit.

Daraufhin wurde ein Löschzug der Wache Süderelbe alarmiert. Parallel informierte die Leitstelle Hamburg ihre Kollegen der Leitstelle Harburg über die Situation. Während die Hamburger Kräfte ausrückten, wurden durch die Leitstelle Harburg die Wehren Leversen-Sieversen und Tötensen alarmiert.

Der Fahrer hielt ständigen den Kontakt zur Leitstelle, um seine Position und Lage zu übermitteln. Er befuhr mit eingeschaltetem Warnblinklicht den Standstreifen in moderater Geschwindigkeit, weiter Richtung Buchholzer Dreieck. Daher wurde nun auch die Feuerwehr Rade, sowie kurzzeitig später die Feuerwehr Hollenstedt alarmiert.

Das Fahrzeug der Einsatzleitung (ELW) aus Rosengarten konnte, nach dem Ausrücken als erstes Feuerwehrfahrzeug, recht zügig zum Tanklastzug aufschließen. Bei heruntergekurbeltem Fenster wurde Kontakt zum Fahrer hergestellt. Diesem wurde dann mitgeteilt, dass er die BAB an der Raststätte Hollenstedt verlassen solle und dort zu halten.

Zwischenzeitlich waren auch die Löschfahrzeuge der Feuerwehren Leversen-Sieversen und Tötensen auf die A261 aufgefahren, kurz dahinter gefolgt von den Hamburger Kräften. Alle Einheiten konnten dann auch rasch zum ELW und Tanklastzug aufschließen.

An der Rastanlage angekommen wurde von der Feuerwehr Leversen-Sieversen sofort der brennende Reifen abgelöscht. Die beiden Löschgruppenfahrzeuge aus Leversen und Tötensen stellten erforderliche Unterstützung bereit. Im weiteren Verlauf wurden die Temperaturen im Bereich der Hinterachse überprüft. Nach weiteren Kühlmaßnahmen konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. (cb)