Sparkasse

Harburg - Die Sparkasse Harburg-Buxtehude warnt ihre Kunden vor einer Betrugsmasche, bei der angebliche Mitarbeiter Kunden anrufen und sie mit internem Wissen dazu verleiten Geldtransaktionen durchzuführen. "Wir haben bislang nur ganz wenige Fälle", sagt Thorsten Sundermann von der Unternehmenskommunikation. "Wir haben uns aber entschlossen frühzeitig zu warnen, weil nicht nur Kunden unserer Sparkasse, sondern auch Kunden anderer Geldinstitute betroffen sind."

Und so läuft die Masche: Die Opfer werden auf Phishing-Seiten gelockt. Geben sie ihre Bankdaten preis, kann der Täter zwar kein Geld transferieren. Er kann sich aber in das Konto einloggen und sich beispielsweise Kontostände anschauen.

Dann folgt die zweite Phase. Der Betrüger ruft das Opfer an und gibt sich als Mitarbeiter des Geldinstituts aus. Um das Bild abzurunden wurde die bei den Angerufenen angezeigte Telefonnummer so manipuliert, dass der denkt, dass der Anruf tatsächlich vom Geldinstitut kommt. Dazu kann der Betrüger noch mit Interna, wie Kontoistand oder Überweisungen zusätzliches Vertrauen aufbauen.

"Im Telefonat verleitet Sie der Betrüger beispielsweise dazu, Ihre Sparkassen-Card auf dem Smartphone zu digitalisieren, um Einkäufe tätigen zu können, ohne Ihre Sparkassen-Card griffbereit zu haben zu müssen", so Sundermann. "Die zur Bestätigung erforderliche TAN erfragt der Täter entweder direkt am Telefon, wenn der Kunde noch einen Chip-TAN-Generator verwendet. Oder er verleitet Sie dazu, den durch den Betrüger initiierten Auftrag in der pushTAN-App freizugeben. Nach Freigabe einer TAN haben Betrüger Ihre Karte dann auf deren Smartphone eingerichtet und können im Nachgang damit einkaufen. Die Rückholung der Beträge dieser Einkäufe ist nicht möglich."

Ist man Opfer eines solchen Anrufs geworden, sollte man: Passwörter (E-Mail, Online-Banking, etc.) von einem sicheren Gerät aus ändern. Kontaktaufnahme mit dem eigenen Kreditinstitut für weitere Maßnahmen (Sparkasse Harburg-Buxtehude unter 040 76691-2222). Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Zahlungsdienstleistern zum Stoppen der Transaktionen. Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten und nach Rücksprache den Computer von einem Fachmann überprüfen und bereinigen lassen. zv