Fleestedt – Erneut wurde im Landkreis Harburg ein Geldautomat gesprengt. Nur wenige Wochen nachdem unbekannte Täter in Ramelsloh einen Geldautomaten in die Luft jagten und dabei wie berichtet auch das Gebäude stark beschädigten, krachte es in der Nacht zu Freitag in Fleestedt.

Gegen 2.30 Uhr, meldeten mehrere Anwohner ein explosionsartiges Geräusch aus der Winsener Landstraße. Wenig später beobachteten Zeugen einen dunklen Kleinwagen, der, besetzt mit zwei Personen, mit hoher Geschwindigkeit über die L 213 in Richtung Autobahn flüchtete.

"In der Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude war es zu einer Geldautomatensprengung gekommen. Durch die Wucht der Detonation wurden der Innenraum zerstört und die Fenster aus den Rahmen gesprengt. Einrichtungsteile und auch Geldscheine schleuderten bis auf den Vorplatz", sagt Polizeipressesprecher Jan Krüger.

Die Polizei sicherte den Tatort, bis die Experten des LKA den Bereich überprüft hatten und weitere Gefahren von etwaigem Sprengstoff ausschließen konnten. Die Feuerwehr war ebenfalls vor Ort, um den Brandschutz sicherzustellen und um festzustellen, ob möglicherweise noch explosionsfähiges Gas im Automatenraum vorhanden ist.

Trotz einer umfangreichen Fahndung konnte der flüchtige PKW nicht mehr festgestellt werden. Die Polizei ist heute damit befasst, Spuren am Tatort zu sichern. Wie hoch der entstandene Gebäude Schaden ist und ob die Täter auch Beute machten, ist noch unklar.

Zeugen, die möglicherweise im Vorfeld der Explosion schon verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder weitere Angaben zu dem flüchtigen Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich unter Telefon 04181 2850 beim Zentralen Kriminaldienst in Buchholz zu melden. (cb)