Harburg - An/aus Kfz nennt die Polizei alle Taten, bei denen Autos aufgebrochen oder Teile abgebaut werden. Teilweise, gerade wenn es um den Ausbau hochwertiger Teile wie Scheinwerfer oder Airbags geht, sind die Täter Profis. In den meisten Fällen handelt es sich aber um Beschaffungskriminalität - gerade, wenn es zu einer Häufung von Taten in kleineren Bereich kommt. In der Regel wird mit solchen Taten, bei denen es die Autoaufbrecher auf schnell zu "versilbernde" Wertsachen im Fahrzeug abgesehen haben, Drogenkonsum finanziert.

Im Bezirk Harburg ist ein klarer Kernbereich zu erkennen, in denen Autoaufbrüche passieren. Die hoch belasteten Stadtteile liegen nebeneinander. Als Sonderfall muss der Stadtteil Neuland gesehen werden. Hier gibt es zahlreiche Autohändler, die Fahrzeuge auf Außenflächen stehen lassen und so Tatgelegenheiten bieten.

Eine Veränderung hat es bei der Gesamtbelastung gegeben. Im Bezirk Harburg ging, wie in ganz Hamburg, die Zahl der Autoaufbrüche von 1.206 auf 948 Fälle oder um 21,4 Prozent zurück. Das ist überproportional. Hamburgweit lag der Rückgang bei 11,3 Prozent.

Überproportional haben dabei im Bezirk Harburg die hoch belasteten Stadtteile Harburg, -32 Prozent, Wilstorf, -26,2 Prozent und Heimfeld, -19,9 Prozent, aber auch Hausbruch, -35,1 Prozent und Neugraben, -26,4 Prozent, partizipiert. In Eißendorf stieg die Zahl der Autoaufbrüche dagegen um 21, Prozent auf 128 Fälle an.

Die meisten Autos, 240, wurde im Stadtteil Harburg, die zweitmeisten, 226 in Heimfeld aufgebrochen. zv