Harburg - In Francop ist es im Bezirk Harburg am sichersten. Im Stadtteil Harburg passieren die meisten Straftaten. Das geht aus dem "Stadtteilatlas" der Polizei für 2021 hervor, der jetzt veröffentlicht wurde.

23.095 Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner registrierte die Polizei im vergangenen Jahr im Stadtteil Harburg. Häufigkeitszahl nennen Sicherheitsexperten diesen Wert, der einen Vergleich von verschiedenen Bereich trotz deutlich voneinander abweichender Einwohnerzahl zulässt.

Der Stadtteil Harburg ist damit im Bezirk Spitze und auch deutlich über dem Hamburger Schnitt, der bei knapp über 10.000 liegt. Der Grund ist einfach. In Harburg kommen zu den Einwohnern noch viele Menschen hinzu, die dort einkaufen, essen gehen oder einfach nur bummeln. Das bietet viele Tatgelegenheiten.

Auf Platz zwei und immer noch überproportional ist die Häufigkeitszahl mit 15.436 im Stadtteil Neuland. Wenig Einwohner, viel Gewerbe und somit viele Tatgelegenheiten begründen den hohen Wert.

Auf Platz drei liegt Neugraben. Dort wurden im vergangenen Jahr 7.306 Straftaten pro 100.000 Einwohner gezählt. Auch hier treibt der Ortskern und der Bahnhof den Wert in die Höhe.

Die weiteren Stadtteile mit der Häufigkeitszahl in der Klammer:

Heimfeld (7.169)
Wilstorf (6.564)
Hausbruch (5.536)
Langenbek (4.705)
Sinstorf (4.533)
Eißendorf (4.368)
Cranz (4.033)
Marmstorf (3.895)
Neuenfelde (3.410)
Rönneburg (3.405)
Francop (3.217)

Für Gut Moor, Moorburg und Altenwerder ist die Häufigkeitszahl wegen der geringen Einwohnerzahl nicht aussagefähig. Beispiel Altenwerder: Dort passierten im vergangenen Jahr 47 Straftaten bei drei gemeldeten Einwohnern. Hochgerechnet wären das mehr als 1,5 Millionen Straftaten pro 100.000 Einwohner. zv