Schockierende Tat - Russe schlägt in ukrainisch-katholischer Gemeinde auf Pfarrer ein - Polizeischutz für Ukraine-Kirche

Hausbruch - Nach der Attacke auf den ukrainischen Priester Pavlo Tsvok vor der Allerheiligenkirche der Ukrainisch-Katholischen Kirchengemeinde am Rehrstieg, wird das Gelände jetzt von der Polizei bewacht. Zuvor war nach einer Gefahreneinschätzung die Schutzmaßnahme angeordnet worden.

Die Ermittlungen hat die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes (LKA 7) übernommen. Ermittler wollen vor allem das Motiv des Angreifers klären. Bereits am Sonnabend hatte der 46 Jahre alte Russe in volltrunkenem Zustand den Priester attackiert nachdem er an der Tür geklingelt und dieser ihm geöffnet hatte.

"Es war ein Geschubse und ein Schlag gegen den Oberkörper", so ein Beamter. Anschließend habe der Priester den Mann aus der Kirche geredet. Der 46-Jährige habe sich, nachdem er im Vorgarten noch randalierte und dabei einen Zaun und ein Beet beschädigte, auf dem Gelände der Kirchengemeinde auf den Boden gehockt. Kurz darauf kam die zwischenzeitlich alarmierte Polizei.

Ein Atemalkoholtest der 46-Jährigen ergab den Wert von 2,22 Promille. Eine Vernehmung des Mannes war zunächst unmöglich. Allerdings deuten seine Handlungen darauf hin, dass er Alkohol gewohnt sei. Die Polizei nahm ihn mit, nachdem er einem Platzverweis keine Folge geleistet hatte.

Gegen den 46-Jährigen wird wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt. Sein Motiv blieb unklar. Der Staatsschutz hatte die Ermittlungen übernommen, weil ein politisches Motiv vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht ausgeschlossen werden kann. Haftgründe gab es nicht. Der 46-Jährige kam nach seiner Ausnüchterung wieder frei.

Am Montag waren Ermittler auf dem Gelände der Kirche und sprachen mit dem Geistlichen. Vor dem Gelände der Ukrainisch-Katholischen Kirchengemeinde hatte bereits ein Peterwagen Position bezogen. Wie lange die Schutzmaßnahme aufrecht erhalten wird, wurde nicht bekannt. zv