Gut Moor - Vor genau 30 Jahren ereignete sich im Bezirk Harburg ein besonders spektakulärer Mord, der ein Stück Kriminalgeschichte wurde. Killer erschossen einen jungen Mann, rollten ihn sterbend in einen Wassergraben am Kanzlershofer Weg. Dort wurde seine Leiche am 21. Februar 1992 entdeckt.

Der Tote war ein Kronzeuge gegen die kurdische Heroin-Mafia. Er hatte nicht ins Zeugenschutzprogramm gewollt. Das war ein tödlicher Fehler. Er wurde offenbar in die abgelegene Straße geschleppt. Dort schossen ihm seine Mörder mehrfach in den Unterleib.

Es war eines der ganze wenigen Verbrechen, bei denen in Deutschland ein Kronzeuge ganz offensichtlich mit dem Ziel, eine Aussage zu verhindern, umgebracht wurde.

Geführt wurde das Opfer als 16 Jahre alter Kurde. Später stellte sich heraus, dass seine Altersangabe genauso falsch war wie sein Name.

Anfang der 1990er Jahre war Heroin die dominierende Droge in Hamburg. Der Handel wurde von kurdischen, streng hierarchisch organisierten Familienclans kontrolliert. Kokain spielte eine untergeordnete, synthetische Drogen kaum eine Rolle. zv