Neugraben - Um 60.000 Euro hat ein bislang unbekannte Frau eine Rentnerin (65) gebracht. Die Täterin hatte ihr Opfer in der Marktpassage angesprochen und behauptet ihr Mann und Enkel würden bei einem Unfall sterben, wenn nicht mit einer "Beschwörung" dagegen angegangen wird. Die 65-Jährige fiel darauf herein.

Es ist eine Masche, mit der aus Russland stammende Menschen betrogen werden. Beschwörungsrituale sollen vor Unheil schützen. Geld spielt dabei eine Rolle.

So auch in diesem Fall. Die Täterin, die sich als "Berta" vorstellte, hatte behauptet den drohenden Unfalltod von Mann und Enkel abwehren zu können, wenn sie Geld übergeben bekommt, dass sie dann "beschwören" könne.

60.000 Euro stellte die 65-Jährige für das Ritual bereit. Angeblich solle sie das Geld in einem Paket wieder bekommen. Das dürfe aber einige Zeit nicht geöffnet werden, da sonst die "Beschwörung" nicht wirke. Die 65-Jährige tat wie angesagt. Als sie das Paket gut drei Wochen nach der Tat öffnete, waren nur Papierschnipsel drin.

Es ist nicht die erste Tat dieser Art, von der die Polizei Kenntnis bekam. Dort ermittelt man wegen Trickbetrug. Die Täterin, eine etwa 55 Jahre alte Frau, die russisch sprach, ist vermutlich bereits "über alle Berge". zv