Chemie

Hausbruch - Riesen Einsatz der Feuerwehr und Polizei am Moorburger Ring. Und das, weil die Ehefrau eines ehemaligen Chemikers den Keller aufräumte.

Um 11:40 Uhr hatte die Stadtreinigung die Polizei gerufen. Die Chemikalien, die die Frau aus zwei ihrer Kellerräume in einem Doppelhaus entsorgen lassen wollte, waren gefährlich. Die Polizei rückte an. Die Peterwagenbesatzung holte Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes ran. Die stuften mehrere Chemikalen als hoch explosiv ein.

Außerdem wurde Stoffe entdeckt, die leicht radioaktiv sind, darunter Uranylacetat, dass leicht strahlend ist und in der Elektronenmikroskopie eingesetzt wird. "Es waren zwei leicht strahlende Stoffe. Das aber nur in sehr geringen Umfang. Sie waren leicht zu handhaben und es ging von ihnen keine Gefahr aus", so ein Feuerwehrmann.

Nicht leicht zu händeln waren dagegen einige Chemikalien. "Es waren fünf bis zehn Kilo Explosivstoffe dabei, die nicht transportfähig sind", sagt ein Beamter am Nachmittag. Die Feuerwehr hob in der Nähe des Hauses auf einer Wiese ein Loch aus, in dem die brisanten Chemikalien kontrolliert gesprengt wurden. Die Feuerwehr transportierte die strahlenden Stoffe ab. Die Stadtreinigung entsorgte die Stoffe, die unter "normal giftig" rangierten. zv