Mann schläft in Bett vor dem Haus - plötzlich steht die Matraze in Flammen - vier Menschen darunter zwei Kinder verletzt

Eißendorf - Ein bizarrer Fall von fahrlässiger Brandstiftung beschäftigt die Kripo. Am Kusselhang hat in der Nacht zum Sonntag ein 60-Jähriger auf der Terrasse am Haus einer Mutter sein Bett mit einem Fön in Brand gesetzt. Er schläft dort seit einiger Zeit und wollte es warm machen. Dazu hatte er sich eine Konstruktion erdacht, deren Kernstück der Fön war.

Ein Nachbar hatte das brennende Bett bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Als Einsatzkräfte eintrafen, versuchte der 60-Jährige das lichterloh brennende Bett mit einem Eimer Wasser zu löschen. Die Feuerwehr brachte eine Familie, darunter zwei drei und zehn Jahre alte Kinder, aus einem angrenzenden Gebäude, sowie die Mutter (82) des 60-Jährigen vorsorglich ins Krankenhaus, weil Qualm in deren Wohnbereich gezogen war und sie ihn eingeatmet hatten.

Der 60-Jährige selbst wurde wegen seines Verhaltens einem Amtsarzt vorgeführt. Der sah aber keine so große Eigengefährdung oder Gefahr für Dritte, dass sie eine Einweisung des Mannes in eine Psychiatrie gerechtfertigt hätte. zv