Feuer

Harburg - Zwei Tote und eine Frau, die um ihr Leben kämpft. Das ist die Bilanz eines Wohnungsbrandes im Phoenix-Viertel. Zwölf weitere Menschen, darunter drei Kinder, wurden, wie einige Haustiere, von der Feuerwehr gerettet. Die Drehleiter konnten nicht eingesetzt werden, weil parkende Autos ein Einfahren in die Lassallestraße verhinderten.

Gegen 3:40 Uhr war der Alarm bei der Feuerwehr eingegangen. Als die ersten Löschfahrzeuge eintrafen, brannte im Erdgeschoss des viergeschossigen Mehrfamilienhauses eine Wohnung lichterloh. Drei Menschen lagen auf dem Bürgersteig. Mehrere Bewohner standen an offenen Fenster und riefen um Hilfe. Ihnen war der Fluchtweg durch den starken Qualm im Treppenhaus versperrt.

Die Einsatzleitung erhöhte auf 2. Alarm. 85 Einsatzkräfte, darunter der Leitende Notarzt, Experten für die Organisation von größeren Rettungseinsätzen, aber auch Angehörige mehrerer freiwilliger Wehren, waren vor Ort

"Die drei Personen, die auf dem Gehweg lagen, wurden sofort medizinisch versorgt", so Feuerwehrsprecher Torsten Wesselly. Die anderen Bewohner wurden von fünf Trupps unter Fluchthauben ins Freie gerettet. Während sie mit leichteren Verletzungen, vor allem durch Einatmen von Rauch, davon kamen, starben zwei der drei Personen, die auf dem Bürgersteig gelegen hatten, noch am Einsatzort. Sie hatten teilweise schwerste Verbrennungen, aber auch Knochenbrüche erlitten, vermutlich als sie durch die Fenster auf den Gehweg sprangen. Bei einem Mann und einer Frau handelt es sich um ein Pärchen aus dem 2. Stock.

Das Feuer selbst war schnell unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten etwas über eine Stunde. Die Geretteten kamen in einem HVV-Bus unter. Das Haus ist zunächst unbewohnbar. Das Bezirksamt kümmert sich um die Unterbringung der Menschen.

Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt. Ermittler des Landeskriminalamtes werden den Fall übernehmen. Die Brandursache und die Identität der Toten war zunächst nicht bekannt. zv


Die brennende Wohnung im Erdgeschoss. Foto: André Zand-Vakili


Eine der Personen, die wenig später starb, wird auf der Straße versorgt. Foto: André Zand-Vakili


Gerettete Bewohner wurden zunächst mit Decken versorgt. Foto: André Zand-Vakili


Einer der Schwerstverbrannten wird zum Rettungswagen gebracht. Foto: André Zand-Vakili