Harburg - Kaum zu glauben. Kaum ist die eine Verdachtsfläche am Großmoordamm von Bombenblindgängern geräumt, wurde, fast in Sichtweite, eine weitere Fliegerbombe entdeckt. Sie liegt auf einem Grundstück vom Stromnetz Hamburg am Ende eines Geländes an der Hörstener Straße. Sie wurde unabhängig von den Arbeiten der Kampfmittelräumer am Großmoordamm entdeckt.

Wieder handelte es sich um eine 1000 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe mit Heckaufschlagzünder, die vom Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes entschärft werden muss.

Um 18.38 Uhr konnten die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe, die zunächst mit einem Bagger aus sieben Meter Tiefe ans Tageslicht geholt werden musste, beginnen.

Die Schwierigkeit bei der Entschärfung bestand für den Sprengmeister im Zünder. Dieser war verdeckt im Innern der Bombe verbaut und musste vorsichtig per Hand aus dem Sprengkörper entfernt werden. Eine gefährliche Operation, so die Feuerwehr.

Um 19.12 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, alle Sperrungen wurden aufgehoben. Die Feuerwehr Hamburg war mit 25 Einsatzkräften des Kampfmittelräumdienstes, der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz für Hamburg.

Wieder gab es einen Sperrkreis von 300 Metern und einen Warnradius von 1000 Metern. Damit wurde das Gewerbegebiet am Großmoorbogen erneut vom Verkehr abgeschnitten.

Diesmal  war auch die B75, die ehemalige Stadtautobahn betroffen. Auch der Fernbahnhof und die Bahnstrecke lagen in dem Bereich, in dem während der Entschärfung kein Verkehr stattfinden durfte. Der Busbahnhof (ZOB) und der S-Bahnhof waren weiter zu erreichen. Die Züge des Metronom konnten die Bahnhöfe Hamburg Hauptbahnhof und Harburg im Zeitraum der Entschärfung nicht anfahren. Der letzte metronom ab Hamburg nach Bremen fuhr laut Metronom um 17:20 Uhr.

Alle nachfolgenden Züge endeten oder begannen in Stelle (RE3/RB31) und Buchholz (RE4/RB41). Auf einen Busersatzverkehr zwischen Stelle und Buchholz wurde verzichtet, da die Straßen so voll sind, dass die Fahrzeit zwei Stunden betragen hätte.

Damit waren die Auswirkungen für den Verkehr deutlich extremer. Hamburg war kaum zu erreichen, da auch die nächste Anschlussstelle südlich der Süderelbe, Neuland, wegen Bauarbeiten nicht zu erreichen ist. zv