Bombenblindgänger

Gut Moor - Bei gezielten Sucharbeiten ist am Montag am Großmoordamm eine 1000 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Noch am abend konnte sie erfolgreich entschärft werden. Um 18:45 Uhr, nach 41 Minuten, meldete Sprengmeister Burkhard Mantsch, das der Blindgänger unschädlich gemacht ist

Taucher hatten den Blindgänger identifizieren müssen, der in einem mit Wasser gefüllten Schacht lag, der zu der Bombe gegraben wurde. Dabei stellten die Experten des Kampfmittelräumdienstes fest, dass der Blindgänger mit einem Aufschlagzünder bestückt ist.

Für die Entschärfung wurde ein Evakuierungsumkreis von 300 Metern festgelegt. In der "heißen Phase", in der die Sprengmeister an der Bombe arbeiten, wurde außerdem in einem Umkreis von 1000 Metern "luftschutzmäßíges Verhalten" angeordnet. Straßen werden gesperrt. Betroffenwar auch die Ecke zum Großmoorbogen, ein Harburger Nadelör, da es wegen der Bauarbeiten im Bereich Neuländer Straße die einzige Verbindung in das Gewerbegebiet und zur Anschlussstelle Harburg der A1, die selbst von der Sperrung nicht betroffen war.

Gesperrt war auch die Bahnstrecke. Damit sind die Zugverbindungen in Rochtung Süden unterbrochen. Betroffen war auch der Metronom. Die Sperrungen begannen um 17 Uhr n. Die Entschräfung startet mit Verspätung nach etwa einer Stunde.

In der Gegend wurden immer wieder Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Bei der Renaturierung des Feuchtgebietes am Kanzlerhoferweg Ecke Großmoordamm waren 2017 fünf Fliegerbomben und die Reste eines 1944 dort angeschossenen B17 Bombers, "FLying Fortress" geborgen worden. zv