Drogenplantage

Hausbruch - Nach einem Hinweis haben Polizisten in einem Keller an der Cuxhavener Straße eine der größten Drogenplantagen ausgehoben, die in den letzten Jahren im Süderelberaum entdeckt wurde. Die Beamten zählten 1.550 Pflanzen, von denen die meisten auf einer ehemaligen Kegelbahn standen. Auch 50 Kilo bereits abgeerntes Marihuana wurden sichergestellt.

Es war der penetrante Geruch, der die Aufzuchtanlage auffliegen ließ. Er war Anwohnern in die Nase gestiegen, die die Polizei alarmierten.

Als die Beamten anrückten flüchteten die Täter. Die Polizisten mussten sogar eine Wand einschlagen, um in den Bereich des Kellers zu kommen, in dem die Plantage war. Dort waren nicht nur zwei Räume, darunter die Kegelbahn, in denen Hanfpflanzen aufgezogen wurde. In mehreren Räumen waren auch benutzte Betten. Offenbar schliefen mehrere Personen in dem Keller, die sich gleichzeitig um die Hanfplantage kümmerten.

Das sie nur knapp entkamen, zeigte zurückgelassenes Geld, aber auch eine scharfe Schusswaffe und Munition. Auf den Tischen standen noch Getränke und Essen.

Die Aufzuchtanlage selbst war professionell angelegt. Riesige Rohre waren für Zu- und Abluft installiert worden. Eine komplette Wand war ausschließlich für die Verkabelung eingezogen wirden, über die die speziellen Aufzuchtlampen, die Belüftung und Bewässerung mit Strom versorgt wurde. Den Strom selbst hatten die Täter illegal angezapft. Nur so konnte nicht auffallen, dass sich in dem Gebäude ein riesiger Verbraucher befand.

Die Polizei sicherte über Stunden Spuren. Dann wurden die Pflanzen abgeerntet. Die Hanfpflanzen kam in Plastiksäcken in die Asservatenkammer des Polizeipräsidiums. Später werden sie vernichtet. Proben kommen in ein Labor, um den Wirkstoffgehalt des Hanfs zu bestimmen.

Die weiteren Ermittlungen führt das Rauschgiftdezernat. Bekannt wurde noch vor Ort, dass der Vermieter des Gebäude auch der Vermieter einer anderen Immobilie war, in der im Bereich Heimfeld eine Drogenplantage entdeckt wurde. zv

Das Gebäude, in dessen Keller sich die illegale Hanfplantage befand. Foto: André Zand-Vakili