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Harburg - Aufatmen bei den Gastronomen in der Harburger Innenstadt.

Ein offensichtlicher Serientäter ist gefasst. Zu verdanken ist das Erkan Dagdelen (32), Mitarbeiter im Grillrestaurant Köz Ocakbasi.

Am Sonntag war in das Restaurant an der Neuen Straße eingebrochen worden. Der Täter hatte am Morgen das Schiebefenster, an dem Gerichte zum Mitnehmen ausgegeben werden, aufgehebelt. Dann kletterte er in das Restaurant.

Die Tat wurde von der Überwachungskamera aufgezeichnet. "Er war etwa 20 Minuten drin", sagt Erkan. Dann flüchtete der Täter mit Wechselgeld aus einer Kasse und dem Receiver für einen Fernseher.

Die Bilder vom Täter waren sehr gut. "Man konnte ihn gut erkennen und auch eine Verletzung an der Nase sehen", so Erkan. Am Montag ging er mit den Fotos zu einem Kollegen, in dessen Restaurant auch eingebrochen war. "Der war eben hier und ist gerade in den Bus gestiegen", sagte der.

Der 32-Jährige zögerte nicht lange. "Ich bin den Bus, hab ihn sofort erkannt und gesagt, dass er mit mir aussteigen soll", so Erkan. Das hat der Mann auch getan. "Er war recht friedlich", so Erkan. Brav folgte der Mann dem 32-Jährigen ins Restaurant. Dabei gab er noch den Einbruch zu. Kurz darauf war die Polizei da. Sie führten den Mann in Handschellen ab.

Der Festgenommene ist David J. (38). Er war erst im Dezember kurz vor Weihnachten aus der Haft entlassen worden. Kurz danach kam es im Bereich der Harburger Innenstadt vermehrt zu Einbrüchen. Mittlerweile kann die Polizei dem Mann Taten zuordnen. Nach einem Einbruch in ein Restaurant im Phoenix-Center, in die Technische Universität, einem griechischen Imbiss an der Bremer Straße hatten Polizisten Spuren gefunden, die dem Mann zugeordnet werden konnten. Außerdem war bei seiner Festnahme bei ihm Beute aus einem Handtaschendiebstahl entdeckt worden. Die Tasche war kurz zuvor einer Mitarbeiterin in einer Apotheke gestohlen worden.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann für weitere Taten verantwortlich ist. Er kam vor den Haftrichter. Erkan Dagdelen, ist froh, den Mann gestellt zu haben. "Der hätte weiter Einbrüche verübt", glaubt er. Damit dürfte er nicht falsch liegen. Als er in im Bus stellte, hatte der 38-Jährigen einen langen Schraubendreher dabei. Das ist das bevorzugte Tatwerkzeug von Einbrechern, mit dem sie Fenster und Türen aufhebeln. zv