Feuer

Wilhelmsburg - Ein Großfeuer hat in der Nacht zum an der Straße Alte Schleuse eine 800 Quadratmeter große Lagerhalle zerstört.

Autofahrer hatten von der nahen Straße Bei der Wollkämmerei Flammen gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Deren Einsatzzentrale erhöhte schnell auf 3. Alarm, schickte drei Züge der Berufsfeuerwehr, sowie mehrere freiwillige Wehren, darunter die FF Harburg, sowie Sonderfahrzeuge zum Brandort.

Weil es zunächst mehrere kleinere Explosionen gab, ging die Einsatzführung davon aus, dass sich Gefahrstoffe in der Halle befinden könnten. Das bestätigte sich nicht. Es waren einige Propangasflaschen und vermutlich ein Gabelstapler, die explodiert waren.

Für ein "Feuerwerk" sorgte auch ein Stromverteilerkasten, der vor dem Gebäude gestanden hatte. Er war durch die Hitzeentwicklung in Flammen aufgegangen. Stromkabel, die verschmolzen, ließen Funken sprühen.

Über drei Drehleitern wurde zunächst das Feuer bekämpft. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht. Auch am Sonntagmorgen mussten noch Einsatzkräfte, darunter die FF Moorburg, für Nachlöscharbeiten anrücken. In der Spitze waren bis zu 70 Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz.

Besondere Schwierigkeiten machten die Nachlöscharbeiten. "Das Gebäude ist voll unterkellert", so Feuerwehrsprecher Dennis Diekmann. Auch dort lagerten Kartonagen, die brannte. "Wir wussten nicht, welche Auswirkungen die Hitzeentwicklung von 600 bis 800 Grad auf die Statik des Betonbodens hatte", so Diekmann. Deswegen wurde zunächst ein Löschroboter eingesetzt. Aber erst als die Feuerwehr am Sonntagvormittag damit begann den Keller mit Schaum zu fluten, zeigte die Brandbekämpfung Wirkung.

Eingesetzt waren insgesamt um die 200 Feuerwehrleute. Auch Einsatzkräfte des THW waren vor Ort. Sie entfernten mit einem Bagger die Verkleidung der Halle.

Die Ursache des Feuers ist unklar. Brandermittler des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen übernommen. zv