Harburg - Zwei Monate lang lag die Zahl der Autoaufbrüche im Bereich Harburg auf hamburgweitem Rekordniveau.

Jetzt ist die Zahl der Taten wieder deutlich zurückgegangen. Die Vermutung: Ein einziger Täter ist für die hohen Zahlen hauptverantwortlich.

211 Diebstähle "rund um das Kfz im Juli. 193 Taten im Juni. Die Region Harburg war hamburgweit "Spitze". In keinem anderen Bereich der Stadt, wurden so viele Delikte dieser Art verzeichnet. Die Masse waren Autoaufbrüche, bei denen oft nur kleine Sachen aus dem Fahrzeug entwendet wurden.

Ende Juli wurden dann Luca C. festgenommen. Der Mann gehörte zum Umfeld das "Abrigado" auf dem Schwarzenberg, wo er als Süchtiger Hilfssangebote annahm. Nachdem der 49 Jahre alte Italiener aus dem Verkehr gezogen worden war und in Untersuchungshaft kam, ging die Zahl der Autoaufbrüche in Harburg schlagartig zurück. Mittlerweile, so hieß es aus Kreisen der Polizei, seien sie wieder auf durchschnittlichem Niveau.

Luca C. war im Juli zweimal von der Polizei geschnappt. Wenige Tage vor der Festnahme auf dem Schwarzenberg im Zusammenhang mit einem Autoaufbruch, hatten ihn Zivilfahnder im Bereich Phoenixviertel gestellt, nachdem er sich dort auffallend für parkende Fahrzeuge interessiert hatte. Der Mann kam in Haft. Die Zahlen gingen genau ab dem Tag deutlich zurück.

Für wie viele Taten er sich verantworten muss, ist noch unklar. Zunächst konnten ihm anhand von Spuren und anderen Beweismitteln erst ein gutes Dutzend Taten angelastet werden. Ob kriminaltechnische Untersuchungen noch weitere Zuordnungen von Taten zulassen, steht erst nach Abschluss der Ermittlungen fest. zv