Hund

Heimfeld - Weil Besitzer Johannes M. (35) seinen kranken Hund nich rausgeben wollte,

seilte sich am Ende in der Seehafenstraße sogar das SEK von einem Dach ab. Wie im Film wurde dann der Halter überwältigt. Zuvor hatte Mann mit selbstmord gedroht und behauptet eine Schusswaffe zu haben.

Gegen 12 Uhr war der Hundekontrolldienst vom Bezirksamt Mitte in der Seehafenstraße vorgefahren. Ihr Ziel: Die Wohnung von Johannes M. im zweiten Stoch. Seine englische Bulldogge sollte ihm weggenommen werden. Der zwölf Jahre alte Hund ist krank.

"Das Tier war bereits im Tierheim. Weil der Halter vorgab, sich um den Hund kümmern zu wollen, wurde er ihm zurückgegeben", so ein Beamter. Die zuständige Amtstierärztin hatte extra einen Therapieplan für "Nouki" aufgestellt. Doch Halter Johannes M. kam nicht zu den Behandlungen.

Deshalb sollte ihm "Nouki" wieder ins Tierheim. Johannes M. wiedersetzte sich, drohte aus dem Fenster zu springen und behauptete dann sogar eine Schusswaffe zu haben. Damit begann ein Großeinsatz. Die Feuerwehr positionierte ein großes Luftkissen unterhalb der Wohnung des Mannes. Schwer bewaffnete SEK-beamte rückten an. Zwei der Elite-Polizisten seilten sich sogar vom Dach bis vor die Fenster des Mannes ab, um ihn von dort aus in Schach zu halten. Gleichzeitig drangen vorn die SEK-Beamten durch die Wohnungstür ein. Schockgranaten explodierten. Johannes M. wurde überwältigt.

"Nouki" wurde kurz darauf aus dem Haus getragen. Er ist jetzt im Tierheim und wird dort versorgt. Kurz danach wurde sein Herrchen in Handschellen abgeführt. "So sieht der alte Caesar aus" brüllte der Mann, der bislang nicht bei der Polizei aufgefallen war. "Irgendwie ist er wohl komplett aus der Spur geraten", so ein Beamter. Der 35-Jährige soll dem Amtsarzt vorgeführt werden. zv


Die Mitarbeiter vom Hundekonrolldienst haben Nouki in ihrer Obhut. Foto: André Lenthe Fotografie