Fischsterben

Wilhelmsburg - Fischsterben im Aßmannkanal. Die ganze Nacht und auch am Sonntag waren zunächst das Technische Hilfswerk, dann

auch die Feuerwehr an dem Gewässer im Großeinsatz. Sie versuchten das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Dafür wurde eine große Pumpstation aufgebaut. Bereits am Samstagabend hatten Spaziergänger tausende tote Fische entdeckt, die auf dem Wasser zwischen Seerosenblätter trieben. Am Sonntag begannen Einsatzkräfte damit die toten Fische von Booten aus mit Keschern und Siebschaufeln zu bergen. So soll versucht werden die Belastung des Wassers und die Geruchsbelästigung durch die verwesenden Kadaver zu minimieren.

Die Ursache des Fischsterbens ist noch ungeklärt. Die Fachdienststelle der Wasserschutzpolizei und die Umweltbehörde sind eingeschaltet. Björn Marzahn von der Umweltbehörde: "Die hohen Temperaturen haben zu einem Algenwachstum geführt. Dadurch ist der Sauerstoffgehalt im Wasser gesunken. Das hat das ungewöhnlich große Fischsterben ausgelöst." Der starke Regen am Freitag hatte die Situation nicht entspannt, sondern vielleicht noch verschärft. "In so einem Fall kommen in kurzer Zeit große Mengen Wasser von umliegenden Bereichen ins Wasser, die dann Schlamm, aber auch Schadstoffe von den Straßen und Plätzen in den Kanal spülen", so ein Beamter.

Auch andere, vor allem stehende Gewässer, sind gefährdet. Was man auf jeden Fall unterlassen sollte: Wasservögel füttern. "Brot im Wasser zersetzt sich. Das kostet zusätzlich viel Sauerstoff", so Marzahn. Wer ein Fischsterben bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr alarmieren, die dann geeignete Maßnahmen zur Rettung der Fische einleitet. zv

Ein größeres aufgebot von THW und Feuerwehr war am Aßmannkanal im Einsatz. Foto: André Zand-Vakili