Harburg - 630 Euro. Das Geld einer 62 Jahre alten, gehbehinderten Frau, hat eine Taschendiebin in ihrem BH versteckt. Sie und ihre Komplizin waren

kurz nach der Tat festgenommen. Zivilfahnder der Bundespolizei hatten die beiden 25 und 37 Jahre alten Trickdiebinnen bereits seit dem Hamburger Hauptbahnhof verfolgt. Die beiden Bulgarinnen  waren den erfahrenen Fahndern wegen ihres für Trickdiebe typischen Verhaltens aufgefallen.

Die Beamten folgtem dem Duo bis zum S-Bahnhof Harburg Rathaus und weiter aus dem S-Bahnhof bis in ein Bekleidungsgeschäft. Dort hatten die Täterinnen offenbar ein "ideales Opfer" gefunden. Es handelte sich um eine 62 Jahre alte, gehbehinderte Frau, die mit einem Rolllator unterwegs war. Als die sich Kleidung anschaute, schlugen die Taschendiebinnen zu. Die 25-Jährige stahl die Geldbörse aus der Tasche, die am Rolllator hing. Ihre Komplizin schirmte sie dabei gekonnt ab.

Gleich danach türmten die Diebinnen aus dem Geschäft. Auf dem WC einer nahen Bäckerei nahmen sie das Geld aus der Geldbörse und ließen das Portemonnaie samt Papiere dort zurück. Unmittelbar danach wurden sie festgenommen. In der Wache Harburg, in die die beiden Frauen gebracht wurden, konnte bei ihrer Durchsuchung das Geld sichergestellt werden. Die 62-Jährige, die die Tat erst später bemerkte, bekam ihr Geld zurück, nachdem sie völlig aufgelöst auf der Wache erschienen war und Anzeige erstatten wollte.

Die beiden Trickdiebinnen, die als professionelle Täter eingestuft werden, konnten später mangels Haftgründe wieder gehen. Beide konnten unter anderem Meldeadressen in Heimfeld und Bergedorf vorweisen. zv