Harburg – Die Demonstration der linksautonomen Szene am 9. Juli unter dem Motto „Nobody forgotten, nothing forgiven“, blieb nur wegen des großen Polizeiaufgebots friedlich. Davon

geht man beim Bundesamt für Verfassungsschutz aus. An dem Aufzug, der vom Rathausplatz zur Gefangenensammelstelle für den G20-Gipfel und zurück in die Innenstadt führte, hatten in der Spitze über 1000 Demonstranten teilgenommen. Nach Erkenntnissen der Polizei waren darunter rund 70 Linksautonome der Kategorie „Rot“, mit der gewaltorientierte Demonstranten bezeichnet werden und rund 500 der Kategorie „Gelb“, gewaltbereite Demonstranten, die mitmachen, wenn es los geht. Damit war nach Einschätzung mehr als jeder dritte Teilnehmer des Aufzuges nach Einschätzung der Polizei gewaltbereit. Im Aufzug, so steht es im Abschlussbericht der Polizei, hatte sich „im vorderen Bereich ein sogenannter Schwarzer Block gebildet“. Zudem, so ist in einem Bericht des Bundesamtes des Verfassungsschutzes zu lesen, waren im Umfeld der Demonstrationsroute Steindepots, Munition der Szene bei Auseinandersetzungen mit der Polizei, angelegt worden. Das Fazit der Verfassungsschützer. „Aufgrund der starken Polizeikräfte vor Ort verlief die Demonstration ohne Vorkommnisse“. Im Einsatz waren 2659 Polizisten gewesen, darunter 511 aus anderen Bundesländern. Auch die Polizei vermerkt, dass es keine Schäden und keine Festnahmen oder Ingewahrsamnahmen gab. Allerdings gab es acht als verletzt gemeldete Polizisten. Durch Konfrontationen mit Demonstranten kann es dazu nicht gekommen sein. Vielleicht hatten sie sich Blasen gelaufen. zv