Gut Moor - Kampfmittelräumer haben am Donnerstagabend nahe des Kanzlerhofers Weg eine 500 Pfund schwere britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Der Blindgänger war bei gezielten Sucharbeiten auf der Fläche entdeckt worden, die Ausgleichsgebiet für die A26 ist. Die Vorbereitungen gestalteten sich schwierig. Der Blindgänger war sechs Meter tief in den Torfboden eingedrungen. Um an die Bombe zu kommen, mussten ein Schacht aus Stützringen gebaut werden. Außerdem mussten die Kampfmittelräumer Grundwasser abpumpen. Der Grundwasserspiegel liegt in dem Feuchtgebiet knapp unter der Oberfläche.

Die Entschärfung der mit zwei Aufschlagzündern bestückten Bombe erledigten Sprengmeister Hermann Borelli und sein Team. Der Blindgänger wurde mit einem Bagger aus dem Schacht geholt. Dann entfernten die Kampfmittelräumer die beiden Zünder und die Verstärkerladungen, die beide vor Ort gesprengt wurden. Nach knapp eineinhalb Stunden war die Aktion beendet. Anschließend konnten alle Sperrungen aufgehoben werden. Die hatten sich, wie schon bei der Entschärfung einer amerikanischen Fliegerbombe, die vor wenigen Tagen in der Nähe entschärft wurde, in Grenzen gehalten. Diesmal musste kein angrenzendes Gebäude evakuiert werden. Auch die Autobahn und die nahe Bahnlinie, sowie die Wohnhäuser am Kanlerhof, die durch einen alten Wall geschützt sind, waren nicht betroffen. Allerings war der Großmoordamm für den Verkehr gesperrt worden. zv