Veddel - Nach dem Versuch die Immanuelkirche anzustecken, hat die Polizei bislang keine konkreten Hinweise auf die Täter. Ermittler der Brandermittlung gehen nicht von

einer politisch oder religiös motivierten Straftat aus. Vielmehr wird angenommen, dass die Täter an die Kollekte wollten und in ihrer Zerstörungswut auch versucht hatten das 1954 gebaute Gotteshaus anzustecken. „Wir gehen davon aus, dass die Täter bei dem Umfang der Zerstörungen, die sie angerichtet haben, auch Spuren hinterließen“, sagt ein Beamter. „Die Tatortarbeit ist aber umfangreich und die Spurenauswertung wird dauern.“

Die Tat war ersten Weihnachtstag von der Diakonin entdeckt worden. Sie hatte schon im Vorraum erste Verwüstungen entdeckt und Brandgeruch wahrgenommen. In einem Nebenraum entdeckte sie zusammen geschobene Möbel, die in Brand gesetzt waren. Das Feuer erlosch aber von selbst. Alarmierte Polizisten riefen nach ihrem Eintreffen die Feuerwehr, weil immer noch die Gefahr bestand, dass Brandnester zwischen den Möbeln vorhanden sind.

„Die Täter sind durch ein eingeschlagenes Fenster am seitlichen Kirchenschiff eingedrungen“, sagt Hauptkommissar Ulf Wundrack. Im Kirchensaal wurden verschlossene Sitzbänke aufgebrochen und Musikinstrumente beschädigt, die darin lagen. Zudem versuchten die Täter einen Wandtresor aufzuhebeln. Offenbar hofften sie an die Kollekte von Heiligabend zu kommen. Dann schoben sie die Möbel in einer angrenzenden Kita zusammen und steckte die vor der Flucht an. Dass die Flammen von selbst erloschen, war reiner Zufall.

Die Polizei sucht jetzt Zeugen. Sie möchten sich unter Telefon 4286-56789 beim Landeskriminalamt melden. zv