Harburg – Erst in zwei Jahren, Ende 2028, wird die Drogenhilfe-Einrichtung Abriagdo auf dem Schwarzenberg an die Buxtehuder Straße umziehen. Bis es so weit ist hat das Bezirksamt gemeinsam mit der Polizei ein neues Sicherheitskonzept für den Schwarzenberg entwickelt. Am Mittwoch wurde es auf dem Schwarzenberg von Bezirksamtsleiter Christian Carstensen und Alexander Klinnert, dem Leiter des PK 46, vorgestellt.
Nach den Vorfällen im Juni dieses Jahres im Umfeld der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado auf dem Schwarzenberg wurde den Anwohnern und den beiden benachbarten Schulgemeinschaften ein breiteres Sicherheitskonzept zugesagt. Rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres wird ein privater Sicherheitsdienst seine Arbeit aufnehmen. Zusätzlich wird auch die Polizei zum Beginn des neuen Schuljahres seine Präsenz wieder hochfahren.
„Zwei Personen des Sicherheitsdienstes werden an Schultagen jeweils für vier Stunden, zunächst schwerpunktmäßig zu Schulbeginn, im Schwarzenbergpark, insbesondere im Umfeld des Abrigado, sowie der beiden benachbarten Schulen eingesetzt, um Konflikte zu vermeiden und die Sicherheit im Umfeld der Einrichtung zu erhöhen“, sagte Christian Carstensen.
Die Verteilung der Einsatzzeiten wurde in Absprache mit den beteiligten Akteuren vereinbart und wird nach Bedarf angepasst. Die Kernzeiten des Sicherheitsdienstes sind von 7 bis 11 Uhr. Vorerst ist der Einsatz des Sicherheitsdienstes für einen Zeitraum von elf Monaten - bis zu den Sommerferien 2027 - vorgesehen. Eine Verlängerung wird zum Ablauf des Zeitraums geprüft. Für den Sicherheitsdienst stellt die Sozialbehörde 55.000 Euro zur Verfügung.
Zusätzlich zum Sicherdienst bleibt die Polizei weiterhin mit eigenen Kräften präsent und führt Kontrollen durch. Auch das Bezirksamt hat den Schwarzenbergpark weiterhin im Blick. Die Maßnahmen von Polizei und Behörden laufen bis zum Umzug der Einrichtung weiter.
Für die besorgten Eltern der Schule am Am Schwarzenberg ist das zu wenig, die Sicherheit wird so nicht gewährleistet: „Wir als Elternrat und Eltern sind absolut nicht zufrieden mit dem Sicherheitskonzept. Das kann uns nicht beruhigen. Vier Stunden am Tag für zwei Personen vom Sicherheitsdienst auf so einem großen Gelände, ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Jenny Schiller, Vorsitzende im Elternrat.
Außerdem betont sie: „Und wie wir heute gesehen haben hatte der Sicherheitsdienst gerade 44 Minuten Feierabend und wir mussten wieder die Polizei anrufen, weil ein Kunde des Abrigados immer wieder mit einem Messer auf einem Baum warf. Bis er dann die noch Reporter entdeckt hat und auf sie los ging. Wären es Kinder gewesen . . .! Also das Sicherheitskonzept greift schon am ersten Tag nicht.“


