Harburg - Alles nur ein Missverständnis? In Sachen Weihnachtsbeleuchtung rudert die SPD zurück. Das die Verwaltung dafür sorgen soll, dass der Weihnachstbaum auf dem Harburger Weihnachtsmarkt nicht leuchtet, sei gar nicht so gemeint gewesen. "Zielsetzung des Antrags ist es, ein Zeichen zu setzen in einer Zeit, in der viele Menschen in der Sorge leben, ihre Strom- und Gasrechnungen nicht mehr bezahlen zu können", heißt es von der SPD. Offenbar halten es die Genossen für ein gutes Zeichen, wenn in so einem Fall auf Weihnachtsbeleuchtung verzichtet wird.

„Nun mag es in der Presse so dargestellt werden, dass die SPD dem Weihnachtsmarkt den Strom abdrehen will. Doch das ist nicht der Fall. Das wurde auch in dem Pressegespräch aus dem berichtet wurde, deutlich gemacht", jammert SPD-Fraktionschef Frank Richter. Es gehe um Übermaß und Gedankenlosigkeit. Man werde niemandem verbieten, eine weihnachtliche Beleuchtung zu verwenden. Weder können man das, noch wolle man das. "Allerdings wollen wir ebenso wenig, dass nicht notwendige Weihnachtsbeleuchtung in schwierigen Zeiten auch noch durch bezirkliche Fördermittel unterstützt wird", so die SPD.

Das Problem: Im Antrag steht das ganz anders. Unter dem Stichvort Beschlussvorschlag steht als Punkt 2: "Das Bezirksamt soll auf weihnachtliche Beleuchtung z. B. bei dem Weihnachtsbaum auf dem Harburger Rathausplatz, verzichten." zv