Notarztwagen

Harburg - Der Bezirk Harburg ist schlecht aufgestellt, wenn es um Rettungseinsätze geht. Das sagt André Trepoll, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU. Er macht die Aussage an Zahlen fest, die der Senat auf eine Kleine Anfrage lieferte.

Danach sind Rettungswagen im Bezirk Harburg in nur 50 Orzent der Alarmierungen auch in der vorgegeben Zeit von acht Minuten beim Verletzten oder Erkrankten. Das ist der zweitschlechteste Wert der Hamburger Bezirke.

Bei den Notarztwagen, die bei lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen ausrücken, waren Fahrzeuge und Besatzung zwar in 82 Prozent der Fälle in der vorgegeben Zeit von 15 Minuten vor Ort. Damit ist Harburg aber trotzdem Schlusslicht der Hamburger Bezirke. Am besten läuft es im Bezirk Nord, wo in 95 Prozent der Notartwageneinsätze die Zeitvorgabe eingehalten wird.

Die Zahlen stammen aus dem letzten Quartal 2020 und sind schlechter, als in den vorangegangenen drei Monaten. Der Senat begründet das mit Corona. Fahrzeuge seien länger wegen aufwendiger Transporte oder nötigen Desinfektionen gebunden.

"Die Zahlen zeigen, dass wir dringend einen weiteren Standort der Berufsfeuerwehr im Bereich Süderelbe brauchen", sagt Trepoll.  Zwar würden bereits lange an dem Standort Geutensweg in Neugraben "rumgedoktert". "Das dauert aber alles viel zu lange", so Trepoll. "Die Neubaugebiete sind realisiert oder entstehen in den kommenden Jahren. Es muss etwas passieren." zv