Harburg - Ein geborener Harburger soll Hamburgs Spitzenkandidat der FDP

für die Bundestagswahl werden - wenn es nach den Jungen Liberalen geht. Die haben Carl Coste (24) für Platz 1 der Landesliste vorgeschlagen.

Der türkischstämmige Jurist ging hier zur Schule und machte am Heisenberg-Gymnasium Abitur. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School.

Von 2015 bis 2020 war er Referent für den Bürgerschaftsabgeordneten Daniel Oetzel. Zudem arbeitete Coste in der Kanzlei von Gerhart Baum, Bundesminister a.D., mit Schwerpunkt im Verbraucherschutzrecht und Verfassungsrecht. Seit Anfang 2020 ist er an der Bucerius Law School im Bereich Innovation der juristischen Lehre tätig.

"Es wäre mir eine unglaubliche Ehre auch als Abgeordneter liberale Positionen voranzutreiben", so Coste auf seiner Facebookseite.

Bei der Bürgerschaftswahl, bei der die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, war Coste auf Platz 5 der Landesliste gesetzt worden. Zur Bundestagswahl rechnen die Liberalen mit um die zehn Prozent der Stimmen. Damit würden zwei Kandidaten über die Landesliste in den Bundestag einziehen. Das Coste tatsächlich einen der beiden Listenplätze bekommt, gilt intern zumindest als möglich. zv