Neuland – Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung hat mit den

Stimmen von SPD und Grünen den Vorschlag der CDU-Fraktion abgelehnt, auf der voll erschlossenen Logistikfläche an der Autobahnanschlussstelle Neuland Harburger Handwerksbetriebe anzusiedeln. Die Entscheidung fiel ohne vorherige Debatte. AfD und FDP unterstützten den Antrag, die Linke enthielt sich der Stimme.

Im  Februar hatte die Deutsche Post DHL ihren Plan aufgegeben, an der Autobahnanschlussstelle Neuland ein modernes Verteilzentrum zu errichten. Zuvor hatte sie sich in der Ausschreibung für das „klimaneutrale“ Logistikzentrum durchgesetzt. Inzwischen sind die 23 Hektar ehemaligen Landschaftsschutzgebiets mit 22.000 Lkw-Ladungen aus einer Sandgrube in Dibbersen aufgehöht und vollständig mit ampelgesicherter Zufahrt erschlossen worden. Neue Investoren für das Plangebiet Neuland 23 sind zurzeit nicht in Sicht, dafür bilden sich hier und da schon wieder kleine Biotope.

Die CDU hatte eine Chance für Harburger Handwerksbetriebe gesehen, für sie sollten bis zu 20 Prozent der Fläche reserviert werden. Der Vorschlag stützte sich auf Aussagen des Bezirks-Handwerksmeisters Peter Henning, der von einer starken Nachfrage nach geeigneten Grundstücken aus der Handwerkerschaft berichtet hatte.

Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamburg Invest will das Gelände jetzt komplett neu ausschreiben. Dabei sollen vor allem Unternehmen aus den Bereichen „Industrien der Zukunft“ und „Mobilität der Zukunft“ berücksichtigt werden. Offenbar wird der Schwerpunkt nicht mehr in der Logistik liegen. ag