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Harburg – Nun also doch: Nachdem erst in aller Stille die Sitzungen des Harburger Kulturausschusses bis Ende September abgesagt worden waren,

  gibt es heute, Dienstag, 16. Juni, eine kurzfristig angesetzte „Sondersitzung“ des Gremiums – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nur einige wenige Pressevertreter dürfen nach vorheriger Anmeldung teilnehmen.

Die größte Überraschung: Das in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich weiter entwickelte Kulturfestival „Sommer im Park“, das wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt worden war, soll nun doch stattfinden – allerdings in ganz anderer Form und unter anderem Namen. „Spirit of Harburg“ wird ein Medienevent. Dazu soll am 22. August auf der Freilichtbühne im Harburger Stadtpark ein Fernsehstudio aufgebaut werden. Von 14 bis 20 Uhr sind dann Akteure der Harburger Kulturszene, Politiker und Netzwerker eingeladen, um in unterschiedlichsten Formaten den Stadtteil live oder in professionell vorproduzierten Videos zu präsentieren. Eingeplant sind auch bis zu 15 Musikacts. „Sie können auf der Stadtparkbühne, aber auch auf dezentral angeschlossenen Bühnen wie Marias Ballroom oder Stellwerk als Kurzkonzerte im Stil eines Kaffeehauskonzertes aufgeführt werden“, sagt Citymanagerin Gitte Lansmann, die das Konzept für „Spirit of Harburg“ zusammen mit Karsten Schölermann, Jan Schröder, Heimo Rademacher und Matthias Bauer entwickelt hat.

Für „Sommer in Park“ hatte die Bezirksversammlung 45.000 Euro bewilligt, allerdings hatte sie nach dem Beschluss noch einen Vorbehalt ergänzt: Das Geld dürfe nur ausgezahlt werden, wenn das Festival auch tatsächlich stattfindet. Für „Spirit of Harburg“ musste ein völlig neuer Antrag  gestellt werde