Schumacher

Harburg - Dreimal hat Sören Schumacher ein Direktmandat im Wahlkreis Harburg errungen. Am Sonntag tritt er

erneut als Kandidat der SPD an. Harburg gilt traditionell als besonders "sicheres Pflaster" für die Sozialdemokraten.

harburg-aktuell: Der Wahlkreis Harburg gilt als für die SPD sicher. Ist man da so kurz vor der Wahl entspann?

Sören Schumacher: "Ja. Ich bin da tatsächlich ganz entspannt. Das ist jetzt meine vierte Legislatur. Das heißt aber nicht, dass eine gewissen Nervosität und eine gesunde Anspannung da ist. Denn sicher ist in einer Demokratie ein Mandat nie. Aber ich bin sehr guter Dinge, dass der Sonntag im Wahlkreis Harburg und auch insgesamt in Hamburg für die SPD gut laufen wird."

Die letzten Umfrageergebnisse für Harburg sind für die SPD ja sehr gut. War das so zu erwarten?

Sören Schumacher: "Umfrageergebnisse, die so positiv für uns sind, nehme ich immer mit Freude zur Kenntnis. Aber letztendlich heißt das nur, dass man sich kurz freut und dann weiter kämpft, bis man am Sonntag durch die Ziellinie ist."

Hamburgweit wurde ja in frühen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Grünen prognostiziert. War das für Harburg, wo die Grünen ja traditionell eher schwächer als im Schnitt abschneiden, ein Thema gewesen?

Sören Schumacher: "Natürlich ist das für Harburg ein Thema. Harburg ist für Hamburg ein wichtiger Bezirk. Und natürlich ist es auch für hier wichtig wer Bürgermeister wird - Peter Tschentscher oder Katharina Fegebank."

Was hätten denn die Harburger von einem Bürgermeister Tschentscher?

Sören Schumacher: "Mit Peter Tschentscher bin ich seit 2008 in der Hamburgischen Bürgerschaft. Ich weiß, dass er schon immer ein Freund von unserem Bezirk war. Schon als Finanzsenator hat er sich immer sehr für die Entwicklungen im Bezirk Harburg interessiert."

Das ist jetzt etwas vage. Was heißt das in Taten?

Sören Schumacher: "Harburg ist im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen und Stadtteilen Hamburgs noch nicht fertig. Deshalb wird Harburg manchmal mit Neid von den Hamburger Kollegen betrachtet. Die wissen, dass in Harburg noch was geht und sich schon aktuell viel entwickelt."

Was qualifiziert einen Sören Schumacher einen Wahlkreis aus so einem Bezirk zu vertreten?

Sören Schumacher: "Ich habe mit den Jahren in der Bürgerschaft die Erfahrung gesammelt, die mir hilft zu wissen, wie man Projekte konkret voran treibt und was hinter den Kulissen gemacht werden muss. Wir sehen das beispielsweise bei der Entwicklung der Hamburger Schulen. Es entstanden bereits neue Standorte hier im Bezirk oder sie wurden ausgebaut. Der Helmssaal wurde finanziert und entwickelt. Das Nahverkehrsnetz, insbesondere die Buslinien, wurde ausgebaut. Der Nahverkehr wurde enger getaktet und damit deutlich verbessert. Das sind ganz konkrete Projekte, an denen ich auch mitgewirkt habe."

Was steht nach einer Wahl an?

Sören Schumacher: "Wir müssen die Technische Universität zu einem Standort weiter entwickeln, der 10.000 Studenten ein optimales Umfeld zum Lernen bietet. Harburg ist bereits heute Hightech-Standort. Auch hier geht, beispielsweise mit dem Fraunhofer-Institut, die Entwicklung richtig gut weiter. Wir müssen zusehen, dass die Bahn ihre S-Bahn, die uns in den letzten Jahren sehr viel Sorgen bereitet hat, endlich richtig in den Griff bekommt. Harburg ist auf diese Lebensader angewiesen."

Thema A26. Wie steht ein Sören Schumacher dazu?

Sören Schumacher: "Die A26 wird kommen. Sie ist in der Endphase der Planung. Sie ist sehr wichtig für den Güterverkehr im Hafen und als Verbindung vom Hafen zur A1. Die Menschen in Harburg und im Süderelberaum werden davon partizipieren. Die fertige A26 wird die B73 gerade vom Schwerlastverkehr deutlich entlasten."