Harburg – Der Harburger Wochenmarkt ist zurück auf dem Sand, es gibt schickes neues Pflaster und ordentliche Stromanschlüsse. Ob das reicht? Überall ist die Rede von sinkenden Kundenzahlen, auch der aufgepeppte Wochenmarkt in Neugraben macht nicht gerade Schlagzeilen mit neuen Besucherströmen.

Die FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung will das ändern und hat deshalb das Bezirksamt aufgefordert, „in Zusammenarbeit mit Marketingexperten und Marktbeschickern die Harburger Wochenmärkte gegenwartsgerecht und professionell zu bewerben“. Zielgruppe, so der FDP-Abgeordnete und TUHH-Student Tom Niemeier sollte vor allem die jüngere Generation sein.

Vorher musste der Antrag erstmal eine Mehrheit finden. Doch schon Peter Bartels von der SPD war skeptisch: „Die beiden Wochenmärkte sind schon mit öffentlichen Mittel aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung aufgewertet worden.“ Es sei nicht Aufgabe der Verwaltung, nun auch noch ein Marketingkonzept zu entwickeln. Das müssten die Marktbeschicker schon selbst organisieren. Denkbar wäre auch, dass das BID Sand oder das Citymanagement diese Aufgabe übernehme. Dem stimmte auch Jürgen Marek von den Grünen zu.

Jörn Lohmann von der Linken meinte sogar süffisant: „Schön, dass ich als Linker die Freie Marktwirtschaft verteidigen muss.“

Die FDP legte noch schnell mit Unterstützung der CDU einen Änderungsantrag vor, in dem nun auch BID und Citymanagement mit im Boot waren. Der Antrag scheiterte schließlich an Grünen, SPD und der Linken. ag